2018 könnte zum erfolgreichsten Kinojahr überhaupt werden


Avengers: Infinity War
© Disney Pictures
Avengers: Infinity War

Black Panther, Avengers: Infinity War und bald auch Jurassic World 2: Zwei bzw. fast drei Milliarden-Hits hat das bisherige Kinojahr 2018 bereits hervorgebracht. Dieses schiebt sich gleichsam an, das bis dato erfolgreichste überhaupt zu werden. Nach nur einem guten halben Jahr nahmen die US-Lichtspielhäuser laut Box Office Mojo bereits über 6,24 Milliarden US-Dollar ein. Zum Vergleich: Im gesamten Rekordjahr 2016 spülten Kinogänger knapp 11,38 Milliarden Dollar in die Kassen. Forbes will drei Gründe für den Erfolg ausgemacht haben.

Starke Vorlagen und eine Frage der Qualität

Ein Großteil der vermutlich erfolgreichsten Filme 2018 erschien in Form von Black Panther, Avengers: Infinity War, Deadpool 2, Jurassic World 2 sowie den erst Ende September auch hier startenden Pixar-Film Die Unglaublichen 2 bereits in der ersten Jahreshälfte. Allein im zweiten Quartal lag der Umsatz demnach bei 3,3 Milliarden Dollar inklusive eines neuen Rekord-Junis mit Einnahmen in Höhe von knapp 1,27 Milliarden Dollar. Damit hätten die Studios ihre schärfstes Pulver zwar bereits verschossen. Vor allem mit Ant-Man 2, Mission: Impossible 6 - Fallout, The Nun, Halloween und Aquaman stehen uns aber weitere, vermutlich relativ sichere Millionenknüller ins Haus. Gleichwohl sei der sommerliche Blockbuster-Höhepunkt bereits erreicht worden.

Dass die erste Jahreshälfte 2018 überhaupt erst so mächtig vorlegte, liegt nach Angaben der Analyse schlichtweg an der Qualität der Filme, wie Avengers: Infinity War und Co. Zudem hätten kleinere, aber vielgelobte Streifen, wie der Horrorfilm Hereditary, dazu beigetragen, dass die Bereitschaft zum Kinogang stimuliert worden sei. Allerdings sei an dieser Stelle die Frage in den Raum gestellt, inwieweit sich die behauptete Qualität als objektiver Faktor für eine Analyse des Erfolgsjahres eignet oder ob es sich nicht vielleicht doch eher um das Ergebnis eines massiven Marketingaufwands in Verbindung großer, im Trend liegender Namen (Marvel, Dinos!) handelt. Was mutmaßlich passieren kann, wenn jenes Werbebestreben nicht aufgeht, zeigt womöglich der Fall des diesjährigen Star Wars-Flops Solo. Forbes-Autor Scott Mendelson wirft für sein Qualitätsargument mit Begriffen wie "gut" (Avengers) und "großartig" (Die Unglaublichen 2) um sich und nimmt sie so als allgemeine Erfolgsmerkmale an.

Ein rosiger Blick zurück

Dagegen sei der "schreckliche" Sommer 2016, ein "qualitativer Albtraum", verantwortlich für den darauffolgenden, kommerziell abgeschwächten, aber qualitativ "deutlich verbesserten" Sommer 2017 gewesen. Tatsächlich waren in der warmen Jahreszeit des vergangenen Jahres mit unter anderem Guardians of the Galaxy 2, Wonder Woman, Dunkirk und Planet der Affen: Survival Produktionen mit einem Budget jenseits der 100 Millionen Dollar zu sehen, die von der Kritik zum größten Teil gefeiert wurden. Dazu kamen deutlich günstigere, aber ebenfalls positiv von der Kritik aufgenommene Werke wie Baby Driver und The Big Sick. Dieser Schwung sei ebenfalls ein Element des jetzt so erfolgreichen Kinojahres 2018.

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moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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