Skyscraper - Kritik


Skyscraper

US · 2018 · Laufzeit 103 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Thriller · Kinostart
Du
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    Advent, Advent, der Tower brennt. Ja, Stirb langsam war für das moderne Actionkino so etwas wie der Urknall. Dass er bis heute einen erheblich Einfluss auf seines Genre-Gleichen ausübt, ist seit dieser Woche im Kino bei Skyscraper zu sehen. Doch wie viel Qualität nimmt der Blockbuster mit Dwayne Johnson von seinem Vorbild mit?

    Allen voran die gute Nachricht: Skyscraper ist ein waschechter Actionfilm. Wie oft wurde man schon von dem Genre enttäuscht durch nicht genügender Spannung oder spärlichen Ausbrüchen. Doch diese Sorgen kann man in diesem Falle mit ruhigem Gewissen von Bord werfen. Es ist eine ähnliche Überraschung wie bei Deepwater Horizon, der ebenfalls eine unerwartete Intensität verbirgt. Der Unterschied zwischen den beiden Filmen liegt jedoch in ihrer Ernsthaftigkeit.

    Ja, Skyscraper macht ernst. Wer hier den auflockernden Flair á la Bruce Willis sucht, ist am falschen Ort. The Rock ist in diesem Film nämlich nicht großartig für Späße oder Sidekicks zu haben. Das sollte jedoch kein Problem für den Zuschauer sein, der den Edel-Trash trotz alledem stellenweise sehr amüsant finden wird. Da kann man den überschwänglichen Anekdoten an Stirb langsam und plakativen Familienidealen, die einem der Film augdrängt, zum Glück verzeihen.

    Der guten Unterhaltung ist darüber hinaus noch weitere, technische Kleinigkeiten anzukreiden: Für einen Actionfilm mit übersichtlichem Setting ist das Sounddesign noch etwas zu standardisiert. Hier hätte man für die heutigen Verhältnisse noch einiges herauskitzeln können. Besonders bemerkbar macht sich dies im IMAX, wo sich zusätzlich seine Unbrauchbarkeit für das 3D-Format bemerkbar macht. Schließlich wurde Skyscraper analog gedreht. Wer also clever sparen möchte, sollte einen großen Bogen um eine 3D-Vorstellung des Action-Thrillers machen – andernfalls werdet ihr über den Tisch gezogen.

    Sobald die Action beginnt, zieht sie sich konsequent bis zum Ende hin durch – und das mit einer reichlichen Dosis Spannung. Dass der Kitsch ebenfalls nicht an seiner Konsequent schwächelt, kann sicherlich auch als störend empfunden werden. Liegst das Actioner-Herz jedoch am rechten Fleck, weiß man sicherlich damit umzugehen. [Robin Längert]

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      Bedient sich der einfachen Formel: Einer gegen Alle. Dank nettem Szenenbild; der einen oder anderen schick gefilmten Actionszene und der Charmeoffensive Namens Dwayne Johnson, kann „Skyscraper“ durchaus unterhaltsam sein.

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        Sorry. Bei aller Sympathie fuer The Rock muss man sich aber eingestehen dass in diesem Jahrzehnt alle Kino-Filme mit ihm, abgesehen von Central Intelligence und Jumanji, wirklich kompletter Rotz waren. Da gibt es auch nichts schoenzureden. Die beiden gennanten Filme gingen desshalb in Ordnung, weil The Rock dort noch selbstironisch oder mal nicht sich selbst gespielt hat.

        Wie schon bei San Andreas ist die Katastrophe hier vollkommen egal, und es waere ohne diese fast der selbe Film gewesen. Dass das Ganze eine dreiste Kopie von Stirb Langsam ist, brauche ich hier nicht mehr zu erwaehnen.

        Die 3 Punkte gibt es dann halt fuer den netten The Rock und die Regie die "stets bemueht" war.

        Selbes Fazit wie schon bei San Andreas : Guckt lieber 103 Minuten auf eine weiße Wand. Ist deutlich unterhaltsamer.

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          war doch nette action/unterhaltung in luftiger höhe...nicht zu vergessen mit paar LOL momenten

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            david.kind.161 15.07.2018, 12:22 Geändert 15.07.2018, 20:43

            Fangen wir eigentlich jetzt damit an, Filme dafür zu loben, dass sie schlecht sind? "Skyscraper" kommt mit dem unschuldigen Angebot doofen Eskapismus um die Ecke: Alles nicht so ernst nehmen!
            Aber es gibt Filme, die oberflächlich betrachtet dumm sein mögen. Bei denen man dann aber rasch feststellt, dass sie zum einen so blöde nun auch wieder nicht sind - andererseits aber auch wundervoll inszeniert sind. "Stirb Langsam" ist ein solcher Film. Und dann gibt es Filme, die sind oberflächlich betrachtet dumm und bei näherer Betrachtung noch dazu seelenlos, langweilig, peinlich etc.. Ein solcher Film ist "Skyscraper".
            Schon in Ansätzen über dieses Werk - das mit seiner einfältigen Blödheit geradezu wirbt - oder die Widersinningkeit einzelner Szenen darin zu sprechen lohnt nicht. Denn dann würde man bereits dessen immunisierender Logik erliegen: Die setzt unter anderem darauf, dass "The Rock" nicht nur den Tag, sondern mit seinem Charisma auch den Film schon irgendwie retten wird. Doch Dwayne Johnsons Aura ist meilenweit von der eines Bruce Willis entfernt oder sie ersäuft irgendwo in der endlosen Politur einer auf Hochglanz getrimmten Produktion, die keine Widersprüche und Härten duldet. Selbst der Schweiß in "Skyscraper" sieht irgendwie glatt und künstlich aus.
            Den Niedergang des Blockbuster - Kinos zu feiern ist jedes Jahr zur Sommerzeit ein Phänomen, dass mir keinen Spaß mehr macht: Doof aber unterhaltsam ist eine Kategorie, die noch den unterirdischsten Produktionen ihr Gütesiegel aufdrückt. Durch Unterhaltung allein, egal um welchen Preis, kann man noch den miesesten Schrott selbstironisch goutieren ohne sich dafür allzu sehr schämen zu müssen: Wir wissen ja, dass der Film schlecht ist. Der Film weiß es auch. So haben alle ihren Spaß. Es ist ein wenig der Modus, in dem das Vice - Magazin funktioniert oder man sich verstohlen auf Youtube Clips mit Titeln wie "Russians Falling from Buildings" anschaut. Ich kann mit dieser affirmativen Dauer - Ironie jedenfalls absolut nichts mehr anfangen. Irgendwie ist sie mir auch ein Ausdruck hoffnungsloser, tiefer Depression.

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              The Rocks "Yippie Yah Yei Schweinebacke!” heißt “Haben Sie Klebeband?“ – Will Sawyer (Dwayne Johnson) gerät als Sicherheits-Chef eines über 200 Stockwerke hohen Hochhauses in Hongkong in einen Hinterhalt und muss nun seine Familie vor den Flammen und einer Gruppe Gangster retten. Saubere Action, höhenangsttaugliche 3D-Optik und viele One-Liner sorgen für Unterhaltungswert.

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                "Skyscraper" mit Dwayne Johnson handelt von einem Mann, der seine Familie aus dem höchsten Wolkenkratzer der Welt retten muss. Klingt spannend, ist auch tatsächlich gut inszeniert. Dwayne Johnson wieder als Actionheld kann überzeugen, Neve Campbell in der weiblichen Hauptrolle ebenso. Besonders toll und spannend sind die Szenen, in denen die Protagonisten vor dem Feuer im Hochhaus über eine Brücke fliehen müssen und die einzustürzen droht. Langeweile kommt hier kaum auf, dafür wurde reichlich Spezialeffekte und Flammenszenario verwendet, dass es einen fesselt und bis zum Schluss spannend bleibt. Soll ausserdem eine wahre Geschichte sein, das gibt dem ganzen noch mehr Stärke. Mit gerade mal 103 Minuten wird man hier bestens unterhalten, empfehlenswertes Action-Kino für alle, die gute Filme des Genres mögen!

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                  Rocket Man 13.07.2018, 21:36 Geändert 13.07.2018, 21:36

                  -WWW-

                  Was wäre, wenn Skyscraper ein Abklatsch von Stirb Langsam 1.0 wäre? Was wäre, wenn diese äußerst vage und unwahre Aussage gar nicht stimmt? Was wäre, wenn Skyscraper altbewährtes einsetzt und trotzdem durch etwas vollkommenes Neues ersetzt? Was wäre, wenn Skyscraper innovativ, alt und neu ist?

                  Wenn das so wäre, dann ist Skyscraper schon jetzt ein Einzelstück unter den Actionfilmen, der sich nicht an Stirb Langsam, 96 Hours oder dergleichen messen lässt. Skyscraper fühlte sich im Kino wie ein vollkommen verrücktes und geliebtes Projekt von Rawson Marshall Thurber an, der für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet. Ganz am Rande, wer zum Geier ist Rawson Marshall Thurber? Alleine diese simple Tatsache lässt Skyscraper in ein ganz neues Licht rücken. Es ist nämlich nicht der x’ste Actionfilm von Ridley Scott, der schon gefühlt 1000 Actionfilme auf dem Kerbholz hat, sondern das erste wirklich große Projekt von Rawson Marshall Thurber.

                  Der titelgebende Skyscraper ist ein Monument, so hoch technologisiert und glattgebügelt, dass man die Milliarden an Kosten, die ein solches Gebäude verschlucken würde, keiner Zahl und keinem Betrag zuordnen kann. Da muss ich spontan überlegen, wie viel Geld man hat, wenn man von jedem Menschen auf der ganzen Welt einfach mal 5€ vom Konto zieht. Womöglich könnte dadurch der Welthunger bezwungen werden…? Vielleicht könnten mit dieser Summe sogar alle notleidenden in Wohlstand übergehen…?

                  Skyscraper fühlte sich nämlich nicht nur wie ein 0815 Actionfilm mit 0815 Handlung an, sondern auch wie eine erstaunlich große Warnung vor der Zukunft. In einer Welt, in der ein Gebäude errichtet werden kann, dass 240 Etagen hoch ist und bis in den Himmel ragt, wer könnte für einen Zusammensturz, einen Brand oder knapp --> den Tod unzähliger Menschen verantwortlich gemacht werden? Eine Frage, die mich abseits des atemberaubenden Szenenbildes, der Videospielartigen Inszenierung und der Tontechnik sehr beschäftigte.

                  Skyscraper spielt also in einer durchaus dystopischen Welt. Abseits dessen, wenn man es denn überhaupt sehen kann oder mag, spielt Dwayne Johnson eine unglaubliche authentische, starke und charismatische Hauptrolle. Er spielt den Vater, der seine Familie aus dem Gebäude retten möchte stark sondergleichen. Egal, wie unmöglich die Stunts erscheinen, wenn Dwayne Johnson das Bild betritt, dann erscheint nichts mehr unmöglich. Selbst der Sprung, den wir schon im Trailer bewundern durften, scheint bei einem Tier wie Dwayne Johnson möglich. Er ist mit ganzen Körpereinsatz und mit ganzem Herz dabei. Er spielt witzig, hat zwischendurch einen kleinen Oneliner für uns, hält sich aber humoristisch in Skyscraper sehr zurück. Die Stimmung, die Situation und sein Schauspiel gehen Hand in Hand. Skyscraper ist kein vordergründig lustiger Film, sondern lebt von seiner bedrohlichen Stimmung und der Intention dahinter.

                  Zukunft ist menschlich, wie die Evolution zeigt, aber auch gefährlich, wie der Mensch durch seine Taten bestätigt. -Rocket Man-

                  Außerdem liebe ich Filme, die auf sich selbst Bezug nehmen. Die Lösung und Rettung am Ende des Films ereilte uns nämlich bereits in den ersten Minuten von Skyscraper… das Handy ausmachen und neustarten. Das löst nahezu 90 % der Probleme, die ein Handy eben so ereilen kann… wichtige Metapher für’s Leben und die Rettung in Skyscraper.

                  Was wäre, wenn…..? Drauf geschissen sag ich. WWW braucht man bei Skyscraper nicht fragen, denn man bekommt einen durchaus hinterfragenden, actiongeladenen, unterhaltsamen Actionfilm, der mit seinen einzigartigen Bildern, seinen vollkommen neuen Situationen und inhaltlichen Innovationen überzeugt. Da braucht es bei mir keine allzu komplizierte Handlung, sondern eine zweckdienliche. Was den Actionfilm als solches angeht, ist dieser Film selbst ein echter Skyscraper, der die Messlatte hoch anlegt und gewinnt.

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                    Der Trailer zu “Mission: Impossible Fallout“, der vorab lief, hat mehr Herz, Leidenschaft, Sinn und Verstand gehabt, als die gesamte Filmkarriere von The Rock.

                    Zweifellos ist es faszinierend, wie weit es Dwayne Johnson mit so wenig schauspielerischen Talent geschafft hat. Der Mann ist eine eigene Marke, bekommt 1 Millionen Dollar dafür, wenn er bei Facebook, Twitter und Instagram seine Projekte promotet und liefert jedes Jahr 2-3 Filme ab, die meistens miserabel sind. “Skyscraper“ ist da keine Ausnahme. Möglich dank chinesischen Investoren, die Millionen in dieses Projekt gepumpt haben und deswegen auch sehr präsent im Film sind. Laut Dwayne Johnson ist “Skyscraper“ eine Hommage an “Stirb Langsam“ und “Flammendes Inferno“. Ich denke aber, dass er eher Parodie meinte. Jedenfalls hoffe ich das. “Skyscraper“ ist von der ersten bis zur letzten Minute völlig planlos, weiß nie so wirklich wo hin es gehen soll und bringt nicht eine einzige eigene interessante Idee zu Papier bzw. auf die Leinwand. Okay, außer, dass The Rock eine Beinprothese hat, die im Film erstaunlich oft zum Einsatz kommt. Die ist so robust, dass sie auch eine Atombombe aushalten würde. Und wie es sich für den stolzen, mächtigen The Rock gehört, muss er in diesem Elend natürlich seine Familie retten, die er über alles liebt. Mittlerweile dürfte The Rock mehr Familien gerettet haben als alle Krankenhäuser und Feuerwehren weltweit. Für seine Familie würde The Rock natürlich über sämtliche Leichen gehen. Und unten feiern die Chinesen ihn, den großen Amerikaner, dem alles gelingt. Die Geschichte selbst ist völlig absurd, nie mitreißend, zu keinem Zeitpunkt nachvollziehbar, die Gegenspieler sind absolute Witzfiguren, wobei die Protagonisten es auch sind. Neve Campbell wurde nach 20 Jahren aus ihrem Sarkophag geholt, um hier ihr glorreiches Kino-Comeback zu geben. Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass der Film zu 100% vor Greenscreen entstand (und auch entsprechend so aussieht) und wahrscheinlich in 2 Wochen abgedreht wurde. So stellen sich offenbar alle einen Actionstar vor. Er ist ja so sympathisch, da ist es schon okay, dass er uns täglich den letzten Rotz vor die Nase setzt. Schauspielerisch hat Dwayne Johnson einfach nichts drauf. Der Mann ist kein Stück ernst zu nehmen. Dave Bautista hat meiner Meinung nach eindrucksvoll bewiesen, dass ehemalige Wrestling Stars auch gute Schauspieler sein können. Dwayne Johnson könnte man niemals in einen “James Bond“ oder “Blade Runner“ Film stecken. Und wenn es um Action Stars geht, da kommen wir dann wieder auf “Mission: Impossible“ zu sprechen und natürlich Tom Cruise, der in meinen Augen momentan unangefochten der Action Star Nr.1 ist. The Rock ist nichts weiter als eine Werbefigur, ein Blender, ein vermeintlicher Held, der beste Mensch der Welt und dein bester Freund. Hatte ich schon erwähnt, dass er seine Familie über alles liebt ? Gut!

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                    • 7

                      [...] Herrlich dumm und durch und durch unwiderstehlich [...].

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                      • 3

                        Ich bewundere fast die Faulheit des Drehbuchs.

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                          In Skyscraper erklimmt Dwayne Johnson einen Turm aus Klischees.

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                            In Rawson Marshall Thurbers Möchtegern-Stirb langsam muss Dwayne Johnson seine Familie aus einem brennenden Gebäude retten.

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                              EmpireOnline 13.07.2018, 10:15 Geändert 16.07.2018, 08:53

                              Kann man die Begeisterung für Dwayne verlieren? [...] Wie sehr euch Skyscraper gefallen wird, [...] hängt davon ab, wie ihr diese Frage beantwortet.

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                                [...] Mit der Besetzung Johnsons stellt Thurber sicher, dass sein Skyscraper auf solidem Fels gebaut ist.

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                                  Handlung und Figuren sind bloße Abziehbilder.

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                                    Wer die Trailer kennt und hier noch ein cineastisches Meisterwerk mit perfekt konstruierten Figuren + ausgeklügelter Story erwartet, der wird enttäuscht. Der Film macht keinen hehl daraus ein simples Unterhaltungsprodukt zu sein und auf dieser Basis funktioniert das Ganze dann auch. Das futuristische Design des Gebäudes hat mir sehr gut gefallen und bietet Elemente die dem Genre des Science-Fiction zuzuordnen sind. Es gibt Szenen in luftigen Höhen die spannungsgeladen umgesetzt wurden, wenn man diese logisch hinterfragt, findet man eine große Angriffsfläche um den Film stark kritisieren zu können. Hier steht "The Rock" drauf und hier ist "The Rock" drin, wer darauf Bock hat wird seinen Spaß finden.

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                                      Was soll ich sagen? Es funktioniert!

                                      In Anbetracht des im Netz bereits viel diskutierten, als Trailer-Höhepunkt verwendeten lebensmüden Sprungs des humpelnden Helden waren meine Erwartungen an den neuen Dwayne Johnson-Actionstreifen gar nicht so hoch.

                                      Aber tatsächlich rockt er die Leinwand! Was The Rock anfasst, wird derzeit zu Box Office-Gold.

                                      Die aktuelle Cinema-Kolumne kritisiert u.a. an Dwaynes Beispiel selbst auferlegtes Type-Casting, doch Arnold Schwarzenegger oder Bo Derek haben jahrelang auch nichts anderes gemacht. Es heißt ja nicht umsonst: Schuster, bleib bei Deinem Leisten! Im Grunde ist es doch nur schlau genau das zu tun, was man kann, woran man hoffentlich Spaß hat und auch noch andere Freude haben.

                                      Johnson spielt einen Ex-Cop, der nach einem Dienstunfall einem Bürojob in seiner Garage nachgeht. Immer noch ein Kerl wie ein Baum, bekommt er es mit skandinavischen Auftragskillern zu tun, als er abseits des neuen höchsten Gebäudes der Welt in Hongkong dessen Sicherheitskonzept abnimmt, während im 98. Stock Frau und Kinder dem gelegten Feuer zu entkommen versuchen.

                                      Mit ganz klaren Bezügen zu "Stirb langsam", dem vierfach Oscar nominierten (!) Klassiker der Hochhausinvasion von 1988 - siehe auch das schicke Retro-Filmposter - setzt Dwayne Johnson, hier auch als Produzent aktiv, eigene, mit 125 Millionen Dollar fünfmal so teure Maßstäbe. Er muss rein statt raus, kämpft gänzlich ohne Schusswaffen, nutzt modernste Technik - oder auch Klebeband, was zu einem wunderbaren Running Gag wird - und agiert hier weniger als Schelm, sondern zeigt emotionale Stärke.

                                      Natürlich ist abgesehen von DEM Sprung noch anderes nicht immer logisch, aber das gehört zum Genre. Der Unterhaltungswert seiner zweiten Kooperation mit Regisseur und Drehbuchautor Rawson Marshall Thurber ("Central Intelligence") ist extrem hoch. Der Kinosaal jubelte, der Popcorn-Eimer war leer.

                                      Schön, dass mir auch mal wieder das Aufsetzen der 3D-Brille gefallen hat. Zum ersten Mal war ich von der viel zitierten Tiefenwirkung angetan!

                                      Auch schön, dass Neve Campbell ("Scream") nichts von ihrem Charme verloren hat.

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                                        Ulf Schneider 12.07.2018, 15:08 Geändert 13.07.2018, 10:00

                                        Was Arnie in den 80/90er Jahren war, ist aktuell Dwayne The Rock Johnson: der unbestrittene Hollywood-Actionhero Nummer 1. Die Gründe sind entscheidend dafür: Er hat durch die Wrestling-Vergangenheit eine riesige Fangemeinde, seine enorme physische Präsenz, er kommt sympathisch rüber und arbeitet stets zuverlässig. Kein Wunder daher, dass sein Auftragsbuch packe voll ist – demnächst sogar also Marvel-Superheld.

                                        Skyscraper kann getrost als eine Art „Stirb Langsam“-Reboot bezeichnet werden, denn es verfolgt die gleichen Handlungsmechanismen: Einer gegen alle und alles für die Familie in einer schier aussichtslosen Lage. Schauplatz ist zudem ebenfalls ein futuristischer High-Tech-Tower, der Dwayne alias Will Sawyer alles abverlangt. „The Pearl“ heißt der Skyscraper, der durch eine seine beeindruckende Architektur, futuristischen Finessen und extremen Höhe der heimliche Star des Films ist.
                                        Der Zuschauer erlebt also, wie Dwayne Johnson in bekannter Popcornkino-Manier unerschrocken, schlagkräftig und mit MacGyver-Tricks seine Familie rettet und dabei so manche physikalische Grenze ignoriert. Interessant: Nach langer Zeit hat mal wieder Neve Campell als seine ebenfalls prügelfreudige Gattin einen großen Auftritt. Zynische Sprüche lockern dabei das Action-Feuerwerk dezent auf.

                                        Regisseur Rawson Marshall Thurber hat ein sehr routiniertes, handwerklich sauberes Action-Spektakel inszeniert, bei dem sich der Protagonist voll entfalten kann – inklusive neuen Facetten: Selbstzweifel und Verletzbarkeit. Dass die schauspielerischen Leistungen eher so Lala sind (vor allem von den Kinder), verzeiht man gerne, und dass die Grundlogik der Handlung recht bizarr erscheint, sollte man einfach übersehen, denn es ist Popcornkino – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Filmtastico

                                        PS: Für Menschen mit Höhenangst gibt es einige "unangenehme" Filmpassagen.

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                                          Für die relativ kurze Laufzeit von 103 Minuten unterhält Skyscraper auf anständigem Niveau.

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                                            Skyscraper [...] ist Trash, der selbst nicht weiß, dass er Trash ist.

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                                              Das, was dem Popcornkino konsumierenden Betrachter von Skyscraper geboten wird, ist schon enorm [...].

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                                                Bei diesem Titel kommt man wohl nicht zuletzt durch das betriebene Marketing an einem Vergleich mit Stirb langsam nicht vorbei: ein Hochhaus, ein tougher Actionheld und viele böse Buben zum Wegmetzeln. Ich finde die verlgeiche aus zahlreichen Gründen aber nicht passen: das futuristische Gebäude ist so überhöhnt daß man eher glaubt auf der Enterprise unterwegs zu sein, die Figuren sind weit weniger ausgefleischt und die Bedrohung durch die Terroristen ist nichtmal das Haupthema: es geht mehr darum die Familie aus der Flammenhölle zu holen und ist dabei mehr Katasrophenfilm. Die Dramaturgie ist dabei in jeder Hinsicht konventionell und wie man es erwartet, aber hat wirklich jemand von den gezeigten Trailer was besonders neues, frisches oder originelles erhofft? Es ist schnelles Popcornkino daß mit seiner Laufzeit von unter hundert Minuten alles schnell durchzieht, es bringt jede Menge alter, aber funktionierende Actionklischees zusammen und macht kurzweilig Spaß – aber ist beim verlassen des Kinos schon wieder vergessen. Also genau was zu erwarten war – nicht mehr oder weniger!

                                                Fazit: Nette Actionnummer, keimfrei und mehr dem Katastrophenfilm zuzuordnen!

                                                Videoreview von mir: http://www.youtube.com/watch?v=Zd-dkyGj1L0

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                                                • 5 .5

                                                  Die Macher wissen, wie man Johnson einsetzen muss. Gepaart mit einer soliden Inszenierung, genügend Augenzwinkern (aber nicht zu viel) und einigen gut platzierten Money Shots ist das Ergebnis ein braver, niemanden wirklich herausfordernder Action-Happen, der sich ohne Scham seine Actionszenen bei anderen Werken borgt. Hier ganz viel Die Hard, dann noch ein wenig Total Recall, nicht zu vergessen Flammendes Inferno und weil es gerade im Angebot war gibt es noch Mission: Impossible – Phantom Protokoll und Live Free or Die Hard als Sahnehaube oben drauf. Ein Teil des Publikums wird das sicher als Happening ansehen. Kann man auch machen. Oder einem wird beim Ansehen bewusst, dass die Originale schon irgendwie geiler waren und die Lust steigt, noch einmal mit Willis ins Nakatomi Plaza zu gehen. Skyscraper ist Viagra für die Lust am Actiongenre. Amazon und Netflix sollten den Machern eine Dankeskarte schicken.

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                                                  • 5 .5

                                                    Tauscht man sein Gehirn an der Essensausgabe gegen eine riesige Tüte Popcorn und das ein oder andere kühle Bier ein, dann kann man mit Skyscraper einen tollen Abend haben, der zwar etliche dumme Szenen präsentiert, dabei aber so viel Spaß macht, dass man gar nicht mehr anders kann als über die vielen Szenen zu schmunzeln und den Film als das hinnimmt was er ist: Ein charmant trashiger B-Movie, der es ohne einen Dwayne Johnson niemals in die Kinos geschafft hätte - und im Grunde auch gar nicht erwähnswert ist und sich am Ende des Tages irgendwo ganz knapp über dem Durchschnitt einpendelt.

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